Sergei Vanaev

Der russische Choreograph und Tänzer ist seit Beginn der Spielzeit 2004/2005 als Chefchoreograph und Ballettmeister am Stadttheater Bremerhaven engagiert. Vom Düsseldorfer Ballettdirektor Heinz Spoerli im "Moscow Classical Ballet" entdeckt und als Erster Solist an die Deutsche Oper am Rhein engagiert, lebt und arbeitet Sergei Vanaev seit 1991 in Deutschland. Nach seinem fünfjährigen Engagement dort wechselte er 1996 als Solotänzer an die Oper der Stadt Bonn und eine Spielzeit später ans Dortmunder Theater, wo er bis zu seinem Wechsel nach Bremerhaven tätig war. In Dortmundwar er, neben seiner Tätigkeit als Solist, auch als Assistent des Ballettdirektors und Trainingsleiter engagiert. Hier hat er seit 1998 seine ersten eigenen Choreographien erarbeiten können, mit denen er sich einen Namen machen konnte. "Der Wind", "The House Of Sadness" und "Galatea" sind Produktionen, mit denen Sergei Vanaev auch über-regional auf sich aufmerksam gemacht hat.
Am Stadttheater Bremerhaven begann er mit den Ballettabenden "Giselle", "Pulcinella/Le Sacre du Printemps" und "Irrwege", sowie den Choreographien zum Musical "Fame" und zur Operette "Orpheus in der Unterwelt". Es folgten "Romeo und Julia", "Gajaneh" und "Who the fuck is Mozart"!" Sein Ballett "Anna Karenina" nach dem Roman von Leo Tolstoi wurde von der "International Maya Plisetskaya and Rodion Shchedrin Foundation" mit dem "Maya-Plisetskaya-Preis" ausgezeichnet. "Petruschka/Der Feuervogel" (zu einer Geschichte verbunden), ein philosophisch-dichter, eigenwilliger, kraftvoller "Hamlet", eine eigene "Don Juan"-Adaption, sowie der Doppelabend "Galathea / Sieben Samurai und die Dame Kokoro" komplettieren sein choreographisches Oeuvre. In der Spielzeit 2009/2010 stehen neben dem Tschaikowsky-Abend "Pique Dame" und der "Manon"-Adaption mit Musik von Massenet "Das schlecht behütete Mädchen" als Ballett für Kinder auf dem Spielplan des Bremerhavener Balletts.