Lucrezia Borgia
Romantische Oper von Gaetano Donizetti
- in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln -
PREMIERE: 19. September 2009 / 19.30 Uhr / Großes Haus
Nichts für schwache Nerven ist die 46. Oper von Gaetano Donizetti und seinem Textdichter Felice Romani. Hemmungslose Leidenschaft (eine inzestuöse Liebe zwischen Mutter und Sohn, angedeutete homoerotische Gefühle zwischen zwei jungen Männern, der eine allerdings von einer Frau gesungen), Selbstsucht auf Kosten anderer, abgrundtiefe Schlechtigkeit und Maßlosigkeit im Handeln eines regierenden Fürsten, Giftmord - noch dazu von einer Frau ausgeführt - als Mittel der Politik (zu Zeiten der Renaissance weit verbreitet) sind ihre spektakulären Bestandteile. Wegen der grausigen und amoralischen Handlung musste "Lucrezia Borgia" mehrere, meist zensurbedingte Umarbeitungen über sich ergehen lassen, aber keiner ihrer Phantasienamen (Eustorgia di Romano, Elisa da Fosco, Nizza de Granade, La Rinnegata) war so "passend" wie der Wirkliche, gibt er doch dem "Opernsohn" Gennaro Gelegenheit, das Adelsgeschlecht der Borgia durch Weglassen des ersten Buchstaben zu verunglimpfen. Dies setzt die grausame Rache des Ehemannes in Gang: er zwingt Lucrezia, dem jungen Mann, den er für ihren Liebhaber hält, Gift einzuflößen.
Nie nachlassende Spannung, melodische Inspiration, sorgfältige Zeichnung der Charaktere und meisterliche Ensembles zeichnen diese Oper aus, die nach der Entdeckung von "Maria Stuart" in der vergangenen Spielzeit ein weiterer Höhepunkt des Belcanto am Stadttheater Bremerhaven sein wird.
Musikalische Leitung: Stephan Tetzlaff
Inszenierung: Peter Grisebach
Ausstattung: Michele Lorenzini
Choreinstudierung: Ilia Bilenko
Ensemble:
Lucrezia Borgia Eun-Joo Park,
Alfonso d'Este, ihr Mann Kai-Moritz von Blanckenburg,
Gennaro Daniel Kim,
Maffio Orsini Ann Juliette Schindewolf,
Jeppo Liverotto Jung-Hun Choi,
Oloferno Vitellozzo Dong-Sung Cho,
Ascanio Petrucci Róbert Tóth,
Apostolo Gazella Lukas Baranowski,
Gubetta / Astolfo Slavin Peev,
Rustighello Ralph Ertel.