Nabucco

Musikdrama von Giuseppe Verdi
- in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln -
PREMIERE: 25. Dezember 2009 / 19.30 Uhr / Großes Haus

"Va pensiero - Flieg' Gedanke" - Dass es nur dieser zufällig aufgeschlagenen Seite im Textbuch zu verdanken sei, dass aus Verdi der Komponist wurde, den wir heute verehren, ist eine Legende, die wir gerne glauben, weil sie so gut zu den weiteren Informationen passt, die wir von Verdi als aufrechtem Künstler und Privatmann haben. Der zum Aufschrei anschwellende Klagegesang des unterdrückten israelischen Volkes wird zur Keimzelle des Protestes gegen die Fremdherrschaft, unter der Oberitalien noch bis weit über die Mitte des 19. Jahrhunderts zu leiden hatte. Der Gefangenenchor sollte zur heimlichen Nationalhymne des "jungen Italien" des "risorgimento" ("Wiedererwachen") werden, die noch zu Verdis Beerdigung spontan von der Menschenmenge angestimmt wurde.
Der Librettist Temistocle Solera verarbeitete eine biblische Geschichte: die im Buche Daniel geschilderte, im 6. Jahrhundert v. Chr. anzusiedelnde Episode, in der das israelitische Volk in babylonische Gefangenschaft geriet. Nabucco ist niemand anderer als der Babylonierkönig Nebukadnezar II.
Die Parabel vom Größen-Wahn-Sinn dieses Königs wird in eine an der französischen Grand-Opéra orientierte Macht- und Intrigen-Dramaturgie verpackt und bietet dem jungen Verdi die Gelegenheit, die verschiedensten Facetten seines Genies aufblitzen zu lassen.

Musikalische Leitung: Stephan Tetzlaff
Inszenierung: Anette Leistenschneider
Ausstattung: Beatrice von Bomhard
Choreinstudierung: Ilia Bilenko.
Ensemble: Lydia Easley ( Abigaille), Predrag Stojanovic ( Nabucco), Ann Juliette Schindewolf ( Fenena); Daniel Kim ( Ismaele), Daniel Dimitrov ( Hohepriester des Baal), Kai-Moritz von Blanckenburg/ Slavin Peev ( Zaccaria), Nelly Palmer ( Anna), Jung-Hun Choi ( Abdallo);
Statisterie, Chor und Extrachor, Städtisches Orchester Bremerhaven