Die Hochzeit des Figaro
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
PREMIERE: 6. März 2010 / 19.30 Uhr / Großes Haus
Kaum zu glauben, dass dieses Gipfelwerk der Oper einmal ein jahrelang verbotener, skandalumwitterter Stoff war. Nachdem der Uhrmacher, Geheimagent und Dramatiker Beaumarchais - wie sein Figaro ein bürgerlicher Emporkömmling, der sich seinen Adelstitel gekauft hatte - sechs Jahre lang kämpfen und intrigieren musste, um König Ludwig XVI. die Zustimmung zur Uraufführung seiner Komödie "Der tolle Tag oder Die Hochzeit des Figaro" (1784) abzunötigen, wurde dem Theaterdirektor Emanuel Schikaneder in Wien die deutsche Erstaufführung von Kaiser Joseph II. höchstpersönlich untersagt, die Drucklegung des Textes allerdings genehmigt. Mozart, gerade auf Stoffsuche für eine neue Oper, las ihn und fand in Lorenzo Da Ponte den genialen Librettisten und geschickten Taktiker, der ihm das Stück "genehmigungsfähig" einrichtete. So konnte das Wiener Publikum doch noch seine Freude haben an dieser Geschichte von einem Aristokraten, der von seinen Dienern im Bunde mit seiner Gattin an der Nase herumgeführt wird. Die Uraufführung der Oper am 1. Mai 1786 gestaltete sich zu einem triumphalen Erfolg, der dem Stück bis heute treu geblieben ist.
Und worum dreht sich nun das Denken und Handeln aller Schlossbewohner zur Zeit der absolutistischen Königs- bzw. Mätressenherrschaft? Um die Frage: Wer schläft mit wem und wenn ja, in welchem Bett.
Musikalische Leitung: Richard Fletcher
Inszenierung: Markus Hertel
Ausstattung: Marcel Zaba
Choreinstudierung: Ilia Bilenko
Ensemble: Agnes Fabian-Steitz (
Barbarina), Nelly Palmer (
Gräfin), Brigitte Rickmann (
Marzelline), Ann Juliette Schindewolf (
Cherubino), Anna Schoeck (
Susanna); Kai-Moritz von Blanckenburg (
Figaro), Ralph Ertel (
Don Curzio), Daniel Kim (
Basilio), Slavin Peev (
Bartolo), Felipe Peiró (
Graf), Günter Pirow (
Antonio); Statisterie, Chor, Städtisches Orchester Bremerhaven