Clyde und Bonnie
Schauspiel von Holger Schober
PREMIERE: 11. April 2010 / 19.30 Uhr / Kleines Haus
"Vergiss den Film. Der Film ist Hollywood." Clyde und Bonnie sind hier, jetzt und so real, dass es weh tut. Bonnie heißt schon immer Bonnie. Eltern können grausam sein. Clyde hieß vor Bonnie Werner, auch nicht viel besser. Sie haben sich nicht gesucht, dafür um so heftiger gefunden: seit der ersten Sekunde ihrer Begegnung in einer Videothek ist eines klar - die beiden gehören zusammen. Mit ihren berühmten Namensvettern haben sie eine Menge gemeinsam: jung, abgebrannt, arbeitslos, keine Besserung in Sicht. Und ist die derzeitige Wirtschaftskrise nicht etwas Ähnliches, wie die große Depression im Amerika der zwanziger Jahre? Eben, sa-gen sich Clyde und Bonnie, was Bonnie und Clyde konnten, können wir schon lange. Also auf zur nächsten Bank! Schluss mit Passivität und Frust! Rein ins Leben!
Aber wer sich in die Schusslinie stellt, bekommt auch hin und wieder eine Kugel ab...
Holger Schober, 2006 mit seinem Stück "Hikikomori" für den Deutschen Jugendtheaterpreis nominiert, nimmt die wahre Geschichte der historischen Vorbilder zum Anlass, ein temporeiches "B-Movie" für das Theater zu schreiben, das im Hier und Heute spielt. Mit viel Ironie und Humor, aber auch mit großer Sensibilität, greift er in seinem neuesten Stück Themen wie Arbeitslosigkeit und soziale Verwahrlosung auf. Darüber hinaus, geht es um den unbändigen Wunsch, das Leben in die eigene Hand zu nehmen, etwas zu schaffen, das einem keiner zutraut, oder zutrauen will und um die wahre, alles überdauernde Liebe.