Manon
Ballett von Sergei Vanaev nach dem Roman des Abbé Prévost
Musik von Jules Massenet
PREMIERE: 27. März 2010 / 19.30 Uhr / Großes Haus
Die "Geschichte des Chevalier Des Grieux und der Manon Lescaut", die der Abbé Antoine-François Prévost d'Exiles 1731 veröffentlichte, kennt man heutzutage hauptsächlich als Oper - wahlweise von Massenet oder Puccini vertont.
Die reizende Manon Lescaut wird von ihren Eltern gegen ihren Willen ins Kloster geschickt, um ihr "den Hang zu den Freuden der Welt auszutreiben, der sich schon bemerkbar gemacht hatte". Sie trifft auf den sensiblen Philosophiestudenten Des Grieux, den ihr Anblick zum ersten Mal in seinem Leben mit der "Macht der Gemütsbewegungen" konfrontiert, von denen er sich "mehr aus Schwäche als aus bösem Willen" sein Leben diktieren lässt. Um Manons Luxusleben zu ermöglichen, wegen dem sie ihn immer wieder mit reicheren Männern betrügt, wird er zum Falschspieler und sogar zum vermeintlichen Mörder.
"Liebe! Liebe! Wirst du es denn nie lernen, mit der Vernunft zusammenzugehen?" fragt der Polizeidirektor, der Des Grieux inhaftiert.
Die Musik (für Kenneth MacMillans Choreographie 1974 zusammengestellt) ist ein Potpourri mehr oder weniger bekannter Melodien aus vierzehn Opern von Jules Massenet ("Le Cid", "Thais", "Don Quichotte", "La Navarraise"), Oratorien sowie zahlreiche Orchesterstücke und Lieder werden zitiert - nur auf Musikbeispiele aus den beiden Manon-Opern Massenets wird bewusst verzichtet.