Peter Grimes

Oper von Benjamin Britten
Dichtung nach George Crabbe von Montagu Slater
Aufführung in deutscher Sprache
 
Peter Grimes ist Fischer in einem kleinen Ort an der englischen Ostküste. Er ist ein Außenseiter: eigenbrötlerisch, aufbrausend und von allen unverstanden. Nur mit dem Meer fühlt er sich verbunden. Es ist wie Grimes - unberechenbar.
Ein Unglücksfall auf seinem Boot wird Grimes zum Verhängnis. Sein Lehrling ist auf See gestorben. Grimes wird wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, aus Mangel an Beweisen aber freigesprochen. Doch der Verdacht bleibt bestehen, die Dorfgemeinschaft misstraut ihm weiterhin. Als auch sein neuer Lehrling auf tragische Weise ums Leben kommt, ent­zieht sich Grimes der drohenden Lynchjustiz der Dorfbewohner durch Freitod: Er geht ins Meer.
«Peter Grimes» gehört zu den bedeutendsten und zugleich anspruchsvollsten Opern des 20. Jahrhunderts. Die Geräusche des Meeres, so Britten, hätten für ihn von Kindheit an Heimat bedeutet. Nach ihr hatte er Heimweh, als er 1942 aus seinem amerikanischen Exil nach England zurückkehrte, im Kopf die Idee zu seiner Oper «Peter Grimes», die in jener Landschaft spielt, in der Britten aufgewachsen war. Packend und unnachahmlich gelingt es Britten, das Meer und die menschliche Seele musikalisch ins Verhältnis zu setzen.
 
Musikalische Leitung: Stephan Tetzlaff 
Inszenierung: Petra Luisa Meyer
Ausstattung: Okarina Peter & Timo Dentler