Tosca

Oper von Giacomo Puccini
Dichtung nach Victorien Sardou von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa
Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
 
Die gefeierte Sängerin Floria Tosca liebt den Maler Cavaradossi. Dieser wird verhaftet und zum Tode verurteilt, weil er einem politischen Gegner des Polizeipräsidenten Scarpia bei der Flucht aus dem Gefängnis geholfen hat.
Scarpia hat Tosca zu sich bestellt. Er will sie zu seiner Geliebten machen und erpresst sie: Wenn sie sich ihm hingäbe, könne sie Cavaradossis Leben retten. Er würde dann den Exekutionsbefehl in einen Scheinexekutionsbefehl umwandeln. Tosca willigt in den Handel ein. Als sich Scarpia Tosca nähern will, ermordet sie ihn und eilt ins Gefängnis zu Cavaradossi. Die Schüsse fallen, Cavaradossi stürzt tot zu Boden. Tosca erkennt, dass Scarpia sie getäuscht hat und nimmt sich das Leben.
Puccinis packende Oper aus dem Jahre 1899 vereint Politkrimi, Psychothriller und große Liebestragödie. Die Handlung geht auf das gleichnamige Theaterstück des französischen Erfolgsautors Victorien Sardou zurück, das Puccini in Mailand gesehen hatte. Sein theatralischer Instinkt erkannte sofort: «In dieser Tosca sehe ich die Oper, die mir auf den Leib geschrieben ist.» Er sollte recht behalten: «Tosca» begründete Puccinis Weltruhm.
 
BESETZUNG
 
Musikalische Leitung: Stephan Tetzlaff

Inszenierung: Gregor Horres

Ausstattung: Jan Bammes

Choreinstudierung: Ilia Bilenko

Dramaturgie: Juliane Piontek

Studienleitung: Hartmut Brüsch

Musikalische Assistenz: Rodolfo Cázares, Ara Khachaturian

Regieassistenz & Abendspielleitung: Sebastian Glathe

Inspizienz: Diana Berrett

Soufflage: Mareike Zill
 
Floria Tosca, berühmte Sängerin: Miriam Gordon-Stewart

Mario Cavaradossi, Maler: Eduardo Aladrén / Heiko Börner

Baron Scarpia, Polizeichef: Matthias Klein

Spoletta, Polizeiagent: Ziad Nehme

Cesare Angelotti, politischer Gefangener: Slavin Peev

Mesner: Peter Kubik

Sciarrone, Gendarm: Daniel Dimitrov

Schließer: Róbert Tóth

"Ein Hirt": Katharina Laura Steinwachs
 
Doppelbesetzung in alphabetischer Reihenfolge
 
Opern- und Extrachor Bremerhaven

Kinderchor

Städtisches Orchester Bremerhaven
 
 
PRESSESTIMMEN
 
"<<Die Stimmung der Tosca ist leidenschaftlich und qualvoll>>, beschrieb Komponist Giacomo Puccini sein wohl populärstes Werk. <<Bis jetzt waren wir sanft, jetzt wollen wir grausam sein.>> Diese Vorgaben setzt Regisseur Gregor Horres bei seiner Tosca-Inszenierung am Bremerhavener Stadttheater konsequent um und beschert den Besuchern der ausverkauften Premiere am ersten Weihnachtstag einen wahrhaft düsteren Opernabend. [...] Das Bühnenbild von Jan Bammes fügt sich hier nahtlos ein. Die Kirche San´t Andrea della Valle entpuppt sich als mit Folien abgedeckte Baustelle, der von Matthias Klein beängstigend lebensnah angelegte Polizeichef Scarpia residiert vor der mit Gittern abgetrennten Wache, in der Cavaradossi gefoltert und zum Tode verurteilt wird. [...] Gesungen wurde trotzdem bis zum Schluss - und zwar vorzüglich. Szenenapplaus für Miriam Gordon-Stewart in der Titelrolle, Tenor Heiko Börner meisterte als Cavaradossi nicht nur das berühmte <<E lucevan le stelle>> mit Bravour, die Nebendarsteller Ziad Nehme, Slavin Peev, Daniel Dimitrov und Robert Tóth bewiesen wie die gesamte Besetzung auch schauspielerisches Talent."
(Nordsee-Zeitung, 27.12.2010)
 
"Springt sie oder springt sie nicht? [...] Sie sprang. Dennoch wurde dem Publikum im ausverkauften Stadttheater Bremerhaven alles andere als eine traditionelle Aufführung geboten. Regisseur Gregor Horres nämlich hatte das Werk, das sich durch die Erwähnung der von Napoleon gewonnenen Schlacht von Marengo [...] historisch genau eingrenzen lässt, aus diesem Kontext gelöst. Stattdessen hat er das Stück, zusammen mit dem Bühnen- und Kostümbildner Jan Bammes, in ein überzeitliches Ambiente gestellt, es durch Stilisierung, szenische Reduktion und symbolisierende Andeutungen näher an die Gegenwart gerückt. Was sich vor allem im zweiten und ritten Akt auszahlte. [...] Ein beachtliches Ensemble hat Bremerhaven da momentan zusammen. Dazu als Garant das von Stephan Tetzlaff ein weiteres Mal präzis vorbereitete und das Erarbeitete mit Brio umsetzende Orchester."
(Weser Kurier, 27.12.2010)
 
"Chor und Extrachor (Einstudierung Ilja Bilenko) sicherten dem 1. Finale monumentale Wucht. Stephan Tetzlaff und das Städtische Orchester setzten ganz auf die dramatische Kraft der Musik und schwelgten in opulentem Wohlklang. [...] Die Personenführung von Horres war durchaus spannend, besonders im <<Duell>> zwischen Tosca und Scarpia, bei dem ihre Seelenqualen und seine unverhohlene Gier geradezu greifbar wurden."
(Sonntagsjournal, 02.01.2011)