Die Csárdásfürstin

Operette von Emmerich Kálmán
Libretto von Leo Stein und Béla Jenbach
 
"Dieses ganze Jammertal ist für mich ein Nachtlokal!" Kálmáns populärste Operette entstand während des Ersten Weltkriegs und vermochte wie kaum ein anderes Stück, die Stimmung des Publikums zu treffen: Es ist ein Tanz auf dem Vulkan, der drohende Welt­untergang wird hier zum Lebensgefühl erhoben.
Budapest: Bei feurigen Csárdásklängen feiert man die Abschiedsvorstellung der berühmten Chansonette Sylva Varescu, die nach Amerika aufbrechen will. Darunter auch der junge Fürstensohn Edwin. Er glaubt, in Sylva die große Liebe gefunden zu haben und hält um ihre Hand an. Edwins Vater hat von der Affäre gehört. Er beordert seinen Sohn kurzer­hand nach Wien zurück und gibt die standesgemäße Verlobung Edwins mit der Komtesse Stasi bekannt. Sylva ist zutiefst enttäuscht.
In Wien trifft man sich wieder. Die Liebe zwischen Sylva und Edwin flammt erneut auf. Und Edwins Vater, Fürst Lippert-Weylersheim, erfährt die bittere Wahrheit: Auch seine Gattin war in ihrer Jugend eine gefeierte Chansonette, die sich zur Fürstin lediglich empor geheiratet hat. Jeden Widerstand aufgebend, stimmt der Fürst der Hochzeit seines Sohnes Edwin mit Sylva endlich zu.
 
BESETZUNG
 
Musikalische Leitung: Hartmut Brüsch

Inszenierung u. Bühnenbild: Ralf Nürnberger

Choreographie: Sergei Vanaev

Kostüme: Kristina Böcher

Dramaturgie: Juliane Piontek

Choreinstudierung: Ilia Bilenko

Regieassistenz u. Abendspielltg.: Sebastian Glathe

Inspizienz: Regina Hube

Soufflage: Mareike Zill
 
Leopold Maria, Fürst von und zu

Lippert-Weylersheim/ Notar Kirsch/ Miksa: Roberto Widmer

Anhilte, des Fürsten Frau: Christine Dorner

Edwin, beider Sohn : Marco Vassalli / Michael Heim

Komtesse Stasi, Nichte des Fürsten: Pinelopi Argyropoulou

Graf Boni Káncsiánu: Ziad Nehme

Sylva Varescu: Lilli Wünscher/ N. N.

Feri von Kerekes, genannt Feri bàcsi: Werner Kraus

Eugen von Rohnsdorff, Oberleutnant i.d.R.: Róbert Tóth

Lakai
 
Opernchor

Damen des Balletts

Städtisches Orchester Bremerhaven
 
 
PRESSESTIMMEN
 
"Der Haupttrumpf der "Csárdásfürstin" bleibt aber Kálmáns in Melodik und Rhythmus einfach hinreißende Musik, die Ohrwurm an Ohrwurm reiht, von 'Die Mädis vom Chantant' und 'Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht' über 'Jay Maman, Bruderherz' bis zu 'Tanzen möcht' ich'. Dass diese musikalischen Glanzstücke auch zünden, ist das Verdienst von Hartmut Brüsch und dem Städtischen Orchester, das außergewöhnlich beschwingt und inspiriert aufspielt. [...] Lilli Wünscher ist eine attraktive und gesanglich souveräne Sylva, die ihren Stolz, ihre Verletzlichkeit und ihre Sehnsucht überzeugend ausdrückt. Pinelopi Argyropoulou bezaubert als Komtesse Stasi durch kokettes, natürliches Spiel. Den Vogel schießt Ziad Nehme als Graf Boni ab: Mit unbändiger Spielfreude und nie übertriebener Komik, mit tänzerischer Beweglichkeit schafft er eine fast chaplineske Figur." WeserKurier, 02.02.2011