Un Giorno di Regno (König für einen Tag)

Komische Oper von Giuseppe Verdi
Libretto von Felice Romani
 
Stanislaus heißt eigentlich Belfiore und ist auch kein König, sondern lediglich dessen Höfling. Da aber der richtige König Stanislaus heimlich verreisen musste, um seinen Thronzu retten, hat er Belfiore kurzerhand für einen Tag zum König erklärt. Ausgerechnet an diesem Tag steht eine Doppelhochzeit an, zu der der König eingeladen worden ist. Ausstaffiert mit Krone und Zepter macht sich Belfiore auf, die Paare zu vermählen. Zu seinem Entsetzen erkennt er in der einen Braut seine ehemalige Geliebte, die er gern zurück gewinnen möchte. Kraft seines «königlichen Amtes» zahlt Belfiore alias Stanislaus den unerwünschten Bräutigam seiner Angebeteten aus und kann am Ende eines ereignisreichen Tages, nun wieder als Lakai des Königs, seine Geliebte endlich heiraten.
Unter den 26 Opern Giuseppe Verdis befinden sich nur zwei komische: die eine - «Fals­taff» - ist Verdis letzte Oper und die andere - «Un giorno di regno» aus dem Jahre 1840 -steht am Anfang seines Schaffens und entstand unmittelbar vor «Nabucco». In ihr spürt man den Geist Gioachino Rossinis, dem absoluten Meister der komischen Oper. Verdis viel zu selten gespieltes Frühwerk ist ein vitales Spiel um Schein und Sein, das durch melodische Frische und rasante Ensembles besticht.
 
Musikalische Leitung: Richard Fletcher 
Inszenierung: Philipp Kochheim