Maria Stuart

Tragödie von Friedrich Schiller
 
Zwei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, gefangen im Teufelskreis der Macht. Des Gattenmordes beschuldigt, sucht Maria, Königin von Schottland, Zuflucht bei ihrer Verwandten, der Königin Elisabeth von England. Aus Angst vor dem berechtigten Anspruch Marias auf den Thron sieht Elisabeth für ihren Machterhalt keine andere Möglichkeit, als gegen die Konkurrentin ein Todesurteil zu fällen. Ein Treffen, arrangiert durch Marias Liebhaber, soll Elisabeths Herz rühren. Statt zur Versöhnung kommt es jedoch zum Eklat: Marias Kopf rollt - Elisabeth, die Siegerin, bleibt einsam zurück. Schillers Königinnendrama fragt nach dem Verhältnis von Macht und Moral, sowie dem Einfluss von Gefühlen und Interes­sen auf die Politik.
 
BESETZUNG
 
Inszenierung: Kirsten Uttendorf
Ausstattung: Heiko Mönnich
Dramaturgie: Natalie Driemeyer
Assistenz: Miriam Witteborg
Inspizienz: Dayen Tuskan
Soufflage: Nadine Metzler
 
Maria: Kika Schmitz
Elisabeth: Sascha Maria Icks
Leicester: Thomas Jansen / Clemens Giebel *
Shrewsbury: Martin Bringmann
Burleigh: Andreas Möckel
Paulet: Kay Krause
Mortimer: Sebastian Brummer
 
* als Gast 
 
PRESSESTIMMEN
 
"Kein Ausweg, nirgends. Gefangen alle beide. Die Königin Elisabeth ebenso wie ihre Rivalin Maria Stuart, die seit 19 Jahren im Kerker sitzt. […] Den goldenen Käfig und die Zelle trennt nur eine Glasscheibe. Ein schlichter Holzsteg wird zum Symbol der Macht. In dieser reduzierten "Maria Stuart" konzentriert sich alles auf die Sprache. Schillers Jamben-Universum, das für heutige Ohren eher sperrig klingt, kappt Gast-Regisseurin Kirsten Uttendorf auf ein erträgliches Maß. Und ihre Schauspieler - allen voran die beiden Königinnen, aber auch die Männer-Riege überzeugt - bringen Schillers Verse zum Funkeln. So verwandelt sich das klassische Trauerspiel in ein Stück von unerbittlicher Strenge, das unter die Haut geht."
(NZ, 08.11.2010)