von Gertrud Pigor
"Was möchten Sie, Gedichte oder Tiergeschichten? - Ja. Alles." Herr Fuchs liebt Bücher über alles. So sehr, dass er sie am liebsten alle auf einmal verschlingen würde. Geht nicht, klar. Aber man könnte sie ja so nach und nach verputzen. Mit ordentlich Salz und Pfeffer gewürzt, durch den Fleischwolf gedreht, mit Ketchup garniert … Moment! Soll das etwa heißen, der frisst die Bücher auf? Frau Karin von der Bibliothek hat da so einen Verdacht und erteilt ihm Hausverbot. Das ist hart. Herr Fuchs ist verzweifelt. Und so fällt ihm nichts Besseres ein, als eine Buchhandlung zu überfallen. Das hat natürlich Konsequenzen - so ernste wie komische.
Die Reise des kleinen Herrn Fuchs durch die Welt der Bücher ist voller sprachverspielter Lieder und ein Genuss für Leseratten und alle, die es werden wollen!
In Kooperation mit der Stadtbücherei Bremerhaven
BESETZUNG
Inszenierung: Christian Müller
Bühne & Kostüme: Zahava Rodrigo
Musikalische Leitung: Udo Koloska
Musikalische Einstudierung: Hartmut Brüsch
Dramaturgie: Alexandra Luise Gesch
Theaterpädagogik: Lisa Weiß
Fuchs: Andreas Kerbs
Sie: Ramona Suresh
Er: Jan-Friedrich Schaper
PRESSESTIMMEN
" (...) Regisseur Christian Müller hat der Geschichte etwas Bremerhavener Lokalkolorit verpasst und lässt - in den von Zahava Rodrigo mit Büchersäulen dem Raum angepassten Szenerie - seine drei Darsteller sehr lebendig agieren. Andreas Kerbs spielt den hungrig um die Regale schleichenden und Papier in den Mund stopfenden Herrn Fuchs mit viel jungenhafter Gelassenheit.
Seine Widersacher sind zwei neue Gesichter in Bremerhaven:
Zum einen kann Jan-Friedrich Schaper als Assistent der Gerichtsvollzieherin, Bibliotheksgehilfe und Kommissar abweichenden Charakteren Konturen geben, zum anderen erfreut Ramona Suresh als strenge Amtsperson, ebenso wie als vertrauensselige Bibliothekarin und draufgängerische und zugleich sensible Polizistin.
Das alle drei die von Udo Koloska rhythmisch akzentuierten Lieder unbekümmert singen und mit Gitarre, Melodica und Schlagzeug begleiten, gibt der guten Stunde Theater zusätzlich Pep. (...)"
(Norbert Duwe, Nordseezeitung, 10.10.2011)