Arm aber sexy

Klassenzimmerstück von Jörg Menke-Peitzmeyer
 
"Ich habe festgestellt, dass meine einzigartige Wirkung gerade darauf beruht, dass mir nichts peinlich ist, absolut nichts."
Kim betritt das Klassenzimmer und bietet die neueste Ausgabe der von ihr gestalteten Zeitung «Arm aber sexy» an. Sie weiß genau, wie die Medien funktionieren: SEX SELLS. Doch ohne Frühstück im Magen ist das Verkaufsgespräch nicht gerade von Erfolg gekrönt. Also ändert sie die Taktik und erzählt ihre Geschichte: Sie spricht von ihrer Armut, ihrer Scham und ab wann ihr nichts mehr peinlich war. Sogar ein Leben im Knast erscheint ihr mittlerweile verlockend, weil es da dreimal täglich Essen gibt, jede Menge Sozialkontakte und man vielleicht auch eine Ausbildung machen kann. Denn eigentlich träumt sie ja von einem Beruf "in Weiß" …
 
Das Stück zeigt auf entlarvende Weise, wie unsere Gesellschaft mit dem Thema Armut umgeht und bietet viel Stoff für eine anschließende Diskussion.
 
In Kooperation mit der Geschwister Scholl Schule Bremerhaven
 
Inszenierung: Kevin Emanuel Osenau