nach dem Film «La journée de la jupe» von Jean-Paul Lilienfeldt / bearbeitet für Bremerhaven von Martin Kemner und Alexandra Luise Gesch / Uraufführung
Sonja ist attraktiv. Sie ist intelligent, sie hat studiert, sie zeigt Engagement und Nerven. Und sie ist Tag für Tag den Respektlosigkeiten und Demütigungen ihrer Schüler ausgesetzt. Guter Wille und Einsatz von Seiten der Lehrer scheinen nicht mehr auszureichen, um die Klassen in Schach zu halten. Als ihr eines Tages plötzlich die Waffe eines Schülers in die Hände fällt, eröffnen sich ihr radikal neue Unterrichtsmöglichkeiten…
Das Stück demonstriert am Beispiel des Mikrokosmos' Klassenzimmer die Fragilität einer sozialen Ordnung und gesellschaftlicher Systeme. Eine Kooperation mit dem afz und der TheaTheo Bremerhaven, gefördert durch den Präventionsrat der Stadt Bremerhaven.
Inszenierung: Martin Kemner
Dramaturgie / Theaterpädagogik: Alexandra Luise Gesch
Ausstattung: Eva Humburg
Musikalische Leitung: Christian Pfeifer
Choreografie: Claudia Hanfgarn
BESETZUNG
Sonja Reeg: Ramona Suresh
Olli: Jan-Friedrich Schaper
Ali: Hüseyin Ipek
Pierre: Thierno Gambal
Bilal: Amadou Baldé
Ludmilla: Anna Contscharenko
Julia: Denise Wolny
Hande: Fehime Ates
Gina: Anna Carmincke
Taylor: Kyle Stahmann
Tanja: Luisa Fallet
Mila: Stefanie Tolke
Sarah: Jessica Johnson
Swetlana: Anastasia Bleisch
PRESSESTIMMEN
"Zwei Stadttheater Schauspieler und elf Schüler der Werkstadtschule (SchiPS), aus denen Regisseur Martin Kemner eine bestens funktionierende Einheit geschmiedet hat. Die Vorlage ist der Film "La journée de la jupe", Dramaturgin Alexandra Luise Gesch destillierte daraus die einstündige Theaterfassung." (Sonntags Journal)
"Klar, der Abend in der Theo lebt zunächst einmal von den aberwitzigen Volten und Brechungen der Handlung, die gekonnt mit den Genres Thriller, Sozialdrama und Komödie jongliert. Für den Gänsehaut-Effekt im Publikum noch wichtiger ist aber die Spiellust, mit der die jungendlichen Darsteller bei der Sache sind, immer konzentriert, auch wenn sie nur an der Seite sitzen und sich bedeutungsschwere Blicke zuwerfen müssen.(…) Wie Ramona Suresh als Frau Reeg den Randale-Schülern die Ideale der deutschen Gesellschaft eintrichtert, indem sie die Furie in sich entfesselt, das ist eine Klasse für sich. (…)
Keine Frage, das ist große Kunst. Zum Lachen und zum Fürchten." (Nordsee Zeitung)