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Pressestimmen:

«Nicht Otello – ‹Desdemona› müsste Giuseppe Verdis vorletzte Oper im Stadttheater Bremerhaven heißen. So hervorragend die Gastsänger, so vorzüglich das Hausensemble – Sopranistin Katja Bördner überstrahlte sie alle bei der gelungenen Weihnachtspremiere im Großen Haus. Zum ‹Ave Maria› flossen im Publikum sogar Tränchen. […] Der massige Gast-Otello Ray M. Wade jr. erwies sich als brillanter Widerpart. Bei ihm war nicht nur schwarze Schminke unnötig, er zeichnete seinerseits das differenzierte Psychogramm eines aufbrausenden Militärs mit weichem Kern. [...]: Heldentenor Wade jr. fand hierfür trotz etwas kurzer Höhe so kraftvolle wie sensible Töne. […] Gastbariton Sangmin Lee kündete im kraftvollen Forte von seinem Hass und seinem Rassismus.» 

(Nordsee-Zeitung, 21.12.2013, Sebastian Loskant)

«Verdis Otello - das Drama eines Außenseiters. Auf diesen Aspekt legt Bruno Berger-Gorski den Schwerpunkt seiner Bremerhavener Inszenierung, die am ersten Weihnachtstag im Stadttheater ihre umjubelte Premiere hatte. Eine konsequent durchgeführte, einleuchtend dargebotene Sichtweise. [...] Überaus Gelungenes bietet die Bremerhavener Aufführung aber auch in der Besetzung der Sänger, durchweg typgerecht und auf hohem musikalischem Niveau. Ray M. Wade jr. führt sich ein mit einem strahlenden ‹Esultate›, gesungen vom Rang aus dem Zuschauerraum. [...] Katja Bördner als Desdemona weiß seinen Anschuldigungen und Verdächtigungen einiges entgegenzusetzen. Sie ist  anders, als man das aus vielen Inszenierungen kennt  nicht das zärtlich liebende Täubchen, sondern eine betont eigenständige Persönlichkeit, eine starke Frau. [...] Aber im letzten Akt, der ganz ihr gehört, singt sie ein erschütterndes Lied von der Weide und ein betörendes ‹Ave Maria› mit makellos verklingenden Höhen. Die bühnenbeherrschende Persönlichkeit aber bleibt letztlich Sangmin Lees Jago, ein mephistophelischer Einflüsterer von Format. Er kann elegant sein, heuchlerisch unterwürfig, aber auch brutal und bestialisch im Verfolgen seiner Ziele. Voller Leichtigkeit die Stimmgebung seines Trinkliedes im ersten Akt, untergründig dämonisch das berühmte Credo, von ganz leiser, böser Intensität die verleumderische Traumerzählung. Stimmlisch wie darstellerisch ist Lees Jago ein  wie Arrigo Boito es formuliert vollendeter Künstler der Hinterlist.» (Weser Kurier, 27. Dezember 2013, Gerhart Asche)