«Inhaltsstarke, auch optisch sehr raffinierte Inszenierung von Tobias Rott. Ein stimmlich famoses Gesangs-Quintett besticht in Klavierbegleitung mit Evergreens wie dem berühmten kleinen grünen Kaktus. [...] Rotts Regiearbeit strotzt nur so vor solch wirklich pfiffigen, optischen Lösungen, bei denen er auch die Bühnenmaschinerie des Hauses geschickt einzusetzen weiß. In der Stunde ihres größten Triumphs, einem Konzert in der Berliner Philharmonie, steigen die Sänger von der meterhochgefahrenen Spielfläche wie vom Olymp über eine große Treppe herab in ein Meer aus Goldlametta. [...] Gemeinsam mit ihrem Pianisten werden sie dann auch zu Recht frenetisch bejubelt und haben zwar nicht die Welt, jedoch die Herzen ihres Publikums erobert.»
(Musicalzentrale, 28.11.2015, Kai Wulfes)

"Herrlich unterhaltsames Theater mit viel Musik und glänzend aufgelegten Sängern bietet das Stadttheater Bremerhaven mit seiner Inszenierung „Comedian Harmonists“. [...] Ein großes Lob an Markus Karner, der die Kostüme und die Bühnenverwandlung mit wenigen Elementen und fast allen technischen Raffinessen, die die Bremerhavener Bühne zu bieten hat, hervorragend einsetzt. Der Durchbruch für die „Comedian Harmonists“ ist geschafft, sie präsentierten ihre Lieder mit hinreißender Lockerheit […] Als Zuschauer fragt man sich, wie das absehbare Ende des erfolgreichen Musikensembles auf der Bühne umgesetzt werden kann. Regisseur Tobias Rott macht das überzeugend: Zwischen den opulenten musikalischen Auftritten gibt es sparsam besetzte Dialoge, die zeigen, wie das Gift der nationalsozialistischen Ideologie schließlich auch in diese erfolgreiche Gruppe einsickert. Florian Appel am Klavier, Alexandre Pierre, Tobias Graupner, Sascha Stead, Thomas Burger und Wolfgang Mirlach als Sänger sind großartige „Harmonists“ und Steffen Riekers ist ein in verschiedenen Rollen auftretender Verwandlungskünstler mit vielen Facetten. Ein lohnenswerter Theaterabend."
(Nordsee-Zeitung, 16.11.2015, Volker Heigenmooser)