Pressestimmen

«Regisseur Paul-Georg Dittrich inszeniert das Stück nicht wie ein klassisches Kriminalstück, […] sondern als vielschichtige moderne Collage, in der die Personen auf der Drehbühne in fiktiv gestalteten Räumen agieren. Dazu hat Bühnenbildnerin Pia Dederichs verschieden große Räume aus Holz, Papier und Plexiglas bauen lassen, in denen einzelne Szenen komprimiert ablaufen. Ein weiteres wichtiges Gestaltungselement sind Videosequenzen, die die dramaturgischen Möglichkeiten ungeheuer erweitern. […] Das Publikum spendete langanhaltenden Applaus für eine beeindruckende Ensembleleistung […]. Der anwesende Autor Yassin Musharbash […] lobte nach der Aufführung den Mut des Stadttheaters, sich an die Umsetzung des Romans zu wagen: ‹Ich fand die Inszenierung fantastisch und würde mir das Stück auch gerne noch ein zweites Mal ansehen›.» (Nordsee-Zeitung, Otto Oberstech, 09. Mai 2016)

 

«Zum nachhallenden Spektakel wird Dittrichs smarte Inszenierung freilich erst durch ihr überzeugendes Raumkonzept: Pia Dederichs hat ein raffiniertes Drehbühnenbild geschaffen, das aus sechs asymmetrisch miteinander verschachtelten Räumen besteht, in denen die aufdeckwütigen oder/und paranoiden Akteure im fiebrigen Finale mit ihrer individuellen Terror-Manie Karussell fahren können, bis der Arzt kommt. Dazu fügen sich trefflich die von Kai Wido Meyer auf mehreren Ebenen arrangierten Bilderfluten, die zugleich Überwachung und Medienexzess, Spiegelung und Übertragung thematisieren. […] Neben Jennifer Sabel, die imposant eine Heldin auf seit jeher verlorenem Posten spielt, bleiben Kay Krause als BKA-Agent mit Marlowe-Anklängen, Andreas Möckel als zwielichtiger Aufklärer und Sascha Maria Icks als klandestine Berufspolitikerin in Erinnerung. Herzlicher Applaus quittiert die unbedingt sehenswerte Produktion.» (Weser Kurier, 09. Mai 2016)

 

«Der Regisseur und sein Team betreiben hier nicht wenig Aufwand, um der Geschichte gerecht zu werden: Auf einer Drehbühne bieten verschiedene Kastenbauten Räume für konspirative Treffen, Redaktionssitzungen, private Konstellationen. Sie sind aber auch Projektionsflächen, die Dittrich nutzt, um mediale und virtuelle Kommunikationsräume abzubilden, aber auch schlagzeilenhaft Kontext zu liefern, der – wie eingangs angedeutet – erhöhte Betriebstemperatur hat. [...] Bei Dittrich in Bremerhaven gibt es nur sehr wenig zu lachen. Was gut ist. So ganz kann der Regisseur der Versuchung zwar doch nicht widerstehen, ein wenig Kinozauber zu veranstalten, wenn er beispielsweise Kay Krause als BKA-Kommissar Dengelow mit Trenchcoat im Gegenlicht posieren lässt. Zumeist lässt er das Ensemble aber mit großer Dringlichkeit agieren. Neben [Kay] Krause liefern Jennifer Sabel, Andreas Möckel, Sascha Maria Icks, John Wesley Zielmann und Andreas Hammer hier sehenswertes Schauspiel. [...] nicht nur seines Themas wegen ein sehenswerter Theaterabend.» (Kreiszeitung, Rolf Stein, 09. Mai 2016)