Pressestimmen

"Henning Bäcker und Max Roenneberg stehen als Höppner und Frieder im Zentrum, aber Pascal Andrea Vogler als kiffender schwuler Handwerker Harry, Elif Esmen als Höppners Vielleicht-Freundin, Sascha Maria Icks als psychiatrieerfahrene Pauline und Julia Friede als Cäcilia, Tochter aus gutem Hause, sind alles andere als Nebenfiguren. Präzise zeichnen sie jugendliche Gemütslagen zwischen den bekannten Polen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt, mit viel Witz und exzellentem Timing. [...] Depressionen, tätige Kritik an gängigen Moralvorstellungen, Terrorismus-Paranoia – in den hier sezierten Lebensknoten lässt sich auch einiges über die alte Bundesrepublik erkennen, die vielleicht nicht unbedingt ein besserer Ort war, aber auf jeden Fall ein anderer. Und nicht zuletzt ist das gutes, unterhaltsames Theater."

Rolf Stein, Kreiszeitung, 02.04.2018

 

"Regisseur Zurmühle verließ sich [...] ganz auf sein beweglich und nuanciert agierendes Ensemble, verzichtete auf einen zeittypischen Soundtrack oder aufwendige Kostüme und sorgte zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt mit wenigen Requisiten für eine konzentrierte Atmosphäre. Seine Partnerin Eleonore Bircher unterstützte diesen Kammerspiel-Ansatz kongenial mit ihrem reduzierten Bühnenbild [...] Diffuse Lebensmüdigkeit wechselte mit konkreter Partylaune, die großartig zelebrierte Silvesterfeier wird das Premierenpublikum sicher nicht so schnell vergessen. Lang anhaltender Applaus für einen starken Text und eine stimmige Inszenierung - das "Auerhaus" im Kleinen Haus ist wirklich sehenswert."

Ulrich Müller, Nordsee-Zeitung, 31.03.2018